Wahljahr 2019 – Niederdorfer Kanapee – ADP zu Gast

ADP

Auch in diesem Jahr laden wir wieder alle Parteien ein, welche die Absicht haben, sich zur Landtagwahl 2019 in Sachsen aufzustellen. Ob alle unserer Einladung folgen, können wir nicht versprechen. Wir werden aber alles dafür tun, dass Sie kommen.
Den Anfang machte am 23. Januar die ADP.

ADP? Wer ist denn das?

Die ADP (Aufbruch deutscher Patrioten) ist eine Partei, welche unter anderem von André Poggenburg (ehemaliger Landesvorsitzender AFD Sachsen Anhalt) und Benjamin Przybylla (ehemaliges Vorstandsmitglied AFD Sachsen) gegründet wurde. Beide haben der AFD den Rücken gekehrt, um es gleich aber besser zu machen. Die ADP ist eine Regionalpartei für Mitteldeutschland.

Vom Inhalt her wird im Groben und Ganzen das Gleiche vertreten und gefordert wie von der AFD; eben eine weitere Konservative Partei. Von der Ausführung her will die ADP die anfänglichen Versprechen der AFD wiederbeleben. Konkret heißt das:

  • Keine Distanzierung von „gleichgesinnten“ / patriotischen Kräften, somit keine „schwarze Liste“ (Unvereinbarkeit)
  • Öffentliches Bekenntnis zu allen Bürgerbewegungen und Zusammenarbeit
  • Verfehlungen von einzelnen Parteimitgliedern intern lösen/bearbeiten und      keine internen Probleme/Verfehlungen durch eine öffentliche, mediale     Schlammschlacht weiter anheizen (geschlossenes Auftreten nach außen; „von   den Linken lernen“)

Vom Auftreten und den Inhalten kann man über das Konzept ADP nichts Negatives sagen. Die Verdienste von Poggenburg in der Vergangenheit für die AFD sind ebenso unumstritten. Przybylla ist in Sachsen bekannt und durch seine fortwährende/ bestehende Nähe zur „Straße“ zu den Bürgerbewegungen geschätzt.

Aber darum ging es in der politischen Diskussion auch nicht.

Das Publikum war gespalten bei der Frage, ob Anfang 2019 versuchen zu wollen, eine neue Partei in Sachsen zu etablieren, richtig ist.

Die Landtagswahlen in Sachsen sind vielleicht die letzte Möglichkeit, politisch wirklich etwas verändern zu können. Bildung, Soziales, ländlicher Raum, Zuwanderungen, Neueinführung von Bürgernähe und des „Bürgerhöhrens“ und und und

Mag man über die AFD denken, was man mag. Mag man verschiedene Dinge und Äußerungen und interne Querelen kritisch sehen; es ist eine Möglichkeit in Sachsen etwas zu verändern. Auf eine neue Partei zu setzen, welche sich finden muss, fähiges Personal und Kandidaten suchen muss; eine neue Partei, welche die Bürgerbewegungen ohne Zweifel braucht, um überhaupt 5% schaffen zu können.

Ist dies der richtige Weg für heimatverbundene Sachsen – welche aktuelle Entwicklungen mit Sorge tragen?

Sicherlich passt es vielen Bewegungen nicht, wie die AFD agiert, reagiert und sich distanziert. Jedoch kennt man mittlerweile seine „Pappenheimer“. Man weis, was geht, was nicht geht. Man hat „3 Jahre zusammen verbracht“, in gewisser Weise für die Heimat gekämpft – bei allen gegenseitigen Grabenkämpfen und Scharmützel-. Diese Hassliebe, dieses gemeinsame, die Verbundenheit zum Sachsenland etwas so jungem, aber grundpatriotischem und neuem im Wahljahr zu opfern, ist eine Entscheidung, welche gut überlegt sein soll.

Der Abend war durch eine kritische und vor allem mit ehrlichen Worten geführten Diskussion geprägt. Im Fokus aller sollte Sachsen stehen und nicht einzelne Interessen, einzelne Fehden.

André Poggenburg (ehemaliger Landesvorsitzender AFD Sachsen Anhalt) und Benjamin Przybylla (ehemaliges Vorstandsmitglied AFD Sachsen)
 

Ein Kommentar

  • Sabine Bätz

    Wenn eine Partei wie die „Alternative für Deutschland“ beim Überschreiten der Schwelle zu Macht und Geld ihren angedachten Weg verlässt, die Gründungsvorsätze dem „möglichen“ politischen Erfolg opfert (dessen Ursache/Wunsch mittlerweile auf persönlicher Selbstdarstellung, Macht und finanzieller Absicherung begründet ist) und diese Partei vergisst, dass sie als „ALTERNATIVE“ für die Bürger gegründet wurde, um diesem katastrophal Deutschland-verachtendem politischen Sumpf die Stirn
    zu bieten, sich jetzt aber zunehmend in die Reihen der Systemparteien UNTERORDNET! …….. DANN IST SIE UNWÄHLBAR GEWORDEN! — Wir haben doch Jahrzehnte der Systemhörigkeit hinter uns und immer wieder wurden – trotz besserem Wissen – diese vollkommen abgehobenen Altparteien gewählt. WIR tragen MITSCHULD an dem Desaster in Deutschland. Mit Gründung der AfD gab es eine NEUE HOFFNUNG – diese wurde nicht von uns Wählern, sondern von den – vom angedachten Weg abgekommenen – „ELITEN“ der AfD ZERSTÖRT! —————— Der Mut der wahren PATRIOTEN – eine Neugründung zu wagen, weil sie die Abkehr von der Gründungsidee in der AfD nicht mittragen werden – ist zu unterstützen, auch wenn bis zur Wahl nicht viel Zeit verbleibt! Seid MUTIG, es geht nicht nur um Sachsen, es geht unter dem Strich um unser GESAMTES DEUTSCHLAND!
    Ein Zitat von Konrad Adenauer unterstreicht die Gründung der Partei „AUFSTAND DER PATRIOTEN“ in VOLLEM UMFANG:

    „Man darf niemals sagen ‚zu spät’. Auch in der Politik ist es niemals zu spät. Es ist immer Zeit für einen neuen Anfang.“

     

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