Gemeinderat entscheidet gegen ein kulturelles Leben im Dorf

Gemeinderat

Am 22.01.2018 fand die entscheidende Sitzung des Gemeinderat in der Gemeinde Niederdorf statt. Auf der Tagesordnung stand die Abstimmung, ob unser Verein die öffentliche Sport- und Freizeithalle weiter nutzen darf. Die Entscheidung ging knapp mit 4 zu 5 gegen uns aus (bei einer Stimmenenthaltung von Diana Nicolai).

Im Vorfeld durfte Thomas Witte ein Statement abgeben. So klärte er den Gemeinderat über die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister auf. Bürgermeister Weinrich (CDU) war über alle Aktivitäten des Vereines informiert. Aber nicht nur das. So unterstützte er unseren Verein auch bei den Demonstrationen, welche wir bis 2017 durchführten. Er gewährte uns die kostenfreie Nutzung der gemeindeeigenen Verkaufsstände und stellte kostenlos Strom und Equipment für diese Demonstrationen zur Verfügung.

Während der Veranstaltung wurden Stimmen aus der Bürgerschaft laut, dass der Bürgermeister Weinrich nicht das Wohle des Dorfes, sondern nur seine eigene Karriere im Sinne habe. Wir können nicht in seinen Kopf schauen, doch wenn es so wäre, dann ist er im falschen Amt und hätte die Wähler der Gemeinde getäuscht.

Uns unverständlich ist auch der Fakt, wie der Bürgermeister Weinrich an ein Schreiben des Innenministeriums gelangt ist welches persönlich an Herrn Heinrich in seiner Aufgabe als Vorstandsmitglied gegangen ist. Laut Aussage des Referatsleiters des sächsischen Innenministeriums ist das Schreiben persönlich nur an Herrn Heinrich gegangen. Wir werden prüfen, inwieweit wir eine Strafanzeige wegen Verletzung des Postgeheimnisses stellen werden. Auch wusste der Referatsleiter nichts über den veröffentlichten, widersprüchlichen Artikel in der „Freien Presse“ vom 20.01.2018. All diese Umstände lassen vermuten, dass hier ein böses Spiel, von wem auch immer gespielt wird. Wir werden jedoch nicht aufgeben, die Wahrheit zu erfahren und dann auch zu veröffentlichen. Einige interessante Hinweise wurden bereits an uns herangetragen, derzeit sind wir dabei diese zu ordnen und zu bewerten.

Leider müssen wir nun die geplanten Veranstaltungen in der Sport- und Freizeithalle absagen. Das betrifft insbesondere die Tanzveranstaltungen mit „RBII“ im Februar und „Gipsy“ im Oktober. Auch das Völkerballturnier müssen wir absagen, obwohl diese Sportveranstaltung uns der Gemeinderat rechtlich nicht verwehren darf und kann.

Wie nun weiter?

Um zu prüfen, wie der Gemeinderat mit dieser Entscheidung das Dorf wirklich vertreten hat, werden wir einen Bürgerentscheid starten. Genauere Informationen werden wir in den nächsten Tagen veröffentlichen.

Wir werden als kulturellen Ausgleich verschiedene öffentliche Veranstaltungen auf dem Vereinsgelände planen. Beginnen wollen wir, wie schon angekündigt am 17.02.18 mit einem Tag der offenen Tür. Wir hoffen, hier auch viele Kritiker begrüßen zu dürfen, denn wir haben nichts zu verstecken oder zu verheimlichen. Wir sind offen für alle. Interessant wird das Jahr 2018 dennoch für uns. Wie wird die Gemeinde weiter mit uns gehen? Wie sieht es zum „Tag der Vereine“ oder den Grillmeisterschaften aus? Werden wir involviert oder ausgeschlossen? Es wird spannend.

Die Entscheidung des Bürgermeisters und des Gemeinderates hat uns nun endgültig bestärkt, zur Kommunalwahl mit einer eigenen Liste „Niederdorfer Bürger“ anzutreten. Hier können sich alle Bürger die unser Dorf mitgestalten wollen melden. Diese Liste wird parteilos sein und NUR zum Wohle unseres Dorfes sich einsetzen. Wer dabei sein will, oder auch einfach uns nur dabei unterstützen will, kann sich gern bei uns melden. Die Vorbereitungen dazu beginnen wir in Kürze.

Eins können wir jedoch versprechen: Wir geben nicht auf. Die letzten Tage und Wochen haben uns als Verein nur scheinbar geschwächt. Wir als Verein werden weiter für das Dorf da sein und das noch gestärkter wie zuvor.

Unser Dank gilt den 4 Gemeinderäten, die sich nicht haben einschüchtern lassen und die sich für ein kulturelles Leben und gegen eine Parteienklüngelei entschieden haben

 

Ein Kommentar

  • Siegfried Schletter

    Eigentlich kann jede Kommune darüber froh sein, wenn es im Ort ein reges Vereinsleben gibt. Was ich so beobachte, wirft dieses Vereinsleben aber auch manchmal dunkle Schatten. Bei euch wird nicht nur gute Stimmung verbreitet. Nicht alle teilen eure Ansichten.
    Ich verstehe das schon, dass man als Gemeinderat (und Bürgermeister) Wert darauf legt, dass vom Ort eine positive Ausstrahlung ausgeht.
    Als ich selbst früher mal über Ziele hinausschießen wollte, da hat es mir ein sehr geschätzter Kollege mit einem Bildnis erklärt:
    Wenn man einen Hund führt, dann muss man aufpassen, dass er einem nicht auf den Strick scheißt!

    – Ich hatte es begriffen

     

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