Die Neutralität der „Freie Presse“

Freie Presse

„Freie Presse“ und der Pressekodex

Nachdem wir unsere Stellungnahme zu den Vorwürfen des Verfassungsschutzes veröffentlicht hatten, erreichte uns eine Vielzahl von Rückmeldungen. Meist waren diese positiv uns gegenüber. Viele teilen die Einschätzung des Verfassungsschutzes nicht. Natürlich schickten wir unsere Stellungnahme auch an Frau Kathrin Neumann von der Tageszeitung „Freie Presse“ und hofften auf eine Reaktion in Form eines Anrufes oder einer E-Mail. Frau Neumann schreibt nun fast täglich über uns und unser Dorf. Und hier liegt der Kritikpunkt der Neutralität. Sie schreibt ausschließlich ÜBER uns ohne mit uns je gesprochen zu haben. Ist das neutraler Journalismus? Ist das überhaupt Journalismus? Als „Kinder“ der DDR haben wir gelernt, immer beide Seiten anzuhören. So haben wir es schon vor 1989 gehalten. Erst die „Aktuelle Kamera“, dann die „Tagesschau“. Journalismus heißt auch, dass dazu eine Recherche gehört und nicht einfach eine vorgefertigte Meinung wiederzugeben.

Nun war Frau Neumann bei uns im Dorf unterwegs und interviewte Bürger des Ortes. Zu lesen heute in der „Freie Presse“. Doch Stopp: Was lesen wir da? Dieter Morzelewski kommt zu Wort. Und was lesen wir weiter? Ach, er wohnt nicht in Niederdorf? Ja, wir kennen Herrn Morzelewski sehr gut. Wir erinnern uns noch gut, über seinen peinlichen Auftritt auf einer unseren Demos am Anfang. Ja, ok wenn man so freitags am frühen Abend völlig betrunken durchs Dorf irrt, kann einem schon einmal das Wort ausrutschen.

Weiter lesen wir die Worte eines Rentners. „Ach, die haben doch keine Ahnung (gemeint ist unser Verein)….. Aber ich finde es auch nicht in Ordnung, dass die Ausländer hier Geld bekommen, obwohl sie noch nie etwas für das Land gemacht haben, und unsere Kinder sitzen in unsanierten Schulen oder müssen zur Arche gehen, weil das Geld fürs Essen nicht reicht. Sollen die da oben erst einmal an uns denken.“ Vom auf dem Sofa schimpfen wird natürlich sich nichts ändern und genau deshalb haben wir auch den Verein gegründet. Wir tun etwas und das ist jedem Bürger Plicht. Wir als Bürger haben mehr Rechte, wie nur alle paar Jahre ein Kreuz auf dem Wahlzettel zu machen.

Unglaubwürdig scheint die Aussage des 43jährigen Hundespaziergängers, der angeblich in unserem Verein Mitglied war und nun ausgetreten ist, da wir „zu politisch“ geworden sind. Diese Aussage scheint schon deshalb unglaubwürdig, da wir uns aus politischen Gründen gegründet haben.

Allen unseren Kritikern rufen wir wiederholt zu: Sprecht nicht nur ÜBER uns, sondern mit uns. Darum laden wir alle Kritiker, insbesondere die Redakteure der „Freien Presse“ am  kommenden Dienstag, den 21.11.2017 um 19:00 Uhr in unser Vereinsheim, Bergstraße 1 in Niederdorf ein um mit uns zu diskutieren. Frau Neumann, zeigen sie, dass sie eine echte Journalistin sind und nicht nur vorgefertigte Meinungen dem Bürger vermitteln. Oder dürfen sie von ihren Chefs aus nicht?

 

2 Kommentare

  • Siegfried Schletter, Zwönitz - Brünlos

    Es ist nicht schön, wenn man in eine Ecke gestellt wird. Da ist es gut und richtig, wenn man sich wehrt. Für eine Meinungsbildung ist es auch notwendig, nicht nur eine Seite zu kennen. Ich bin gespannt, ob Frau Neumann auf euer Angebot eingeht und sich auch die Meinungen von weiteren Niederdorfern anhört – Miteinander sprechen ist wichtig!

     
    • Heimattreue Niederdorf e.V.

      Leider hat Frau Neumann und die Freie Presse den Termin nicht wahr genommen, es gab auch keine Rückmeldung zur E-Mail, welche wir gesendet hatten. Null Reaktion ist schon traurig für eine angeblich „neutrale“ Tageszeitung.

       

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